Das finden wir
besonders wichtig!

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Gemäß der „Europäischen Charta für Erziehung und Unterricht von kranken Kindern und Jugendlichen im Krankenhaus und zu Hause” haben alle Kinder und Jungendliche einen Anspruch auf Unterricht. An unserer Schule folgen wir diesem Bildungs- und Erziehungsauftrag unter Berücksichtigung der besonderen Umstände, die sich durch die Erkrankung oder einen Aufenthalt im Krankenhaus und den damit verbundenen Erholungsbedürftigkeiten ergeben. Wir sehen unsere Aufgabe in der Verzahnung von der Erfüllung des Bildungsauftrages und der Krankheitsbewältigung. Dabei ist es uns ein besonderes Anliegen die Schülerinnen und Schüler nicht auf ihre Krankheit zu reduzieren, sondern die Person in ihrer Ganzheitlichkeit zu sehen.

Der Schulbesuch ist für die Kinder und Eltern bzw. die Erziehungsberechtigten bedeutsam, insofern ihnen die Angst, schulisch in Rückstand zu geraten, genommen wird und eine Rückschulung an die jeweiligen Heimatschulen nahtlos erfolgen kann. Des Weiteren soll den Kindern und Jugendlichen durch den Besuch der Schule ein Stück „Alltag” im Umfeld Krankenhaus ermöglicht werden. Die Lehrerinnen und Lehrer der Heinrich-Hoffmann-Schule sehen den Schwerpunkt ihrer pädagogischen Arbeit darin, die Kinder und Jugendlichen in ihrer ganzheitlichen Lebenssituation zu sehen und dementsprechend zu fördern und zu fordern. Besondere Berücksichtigung wird hierbei auf die derzeitige Lebenssituation, die Erkrankung und die individuellen Bedürfnisse gelegt. Gerade als Schule für Kranke machen wir es uns zur Aufgabe, die Schülerinnen und Schülern bei ihrer derzeitigen und zukünftigen Lebensbewältigung zu unterstützen, da sie sich in einer erschwerten Lebenssituation respektive einer persönlichen Krise befinden. Deshalb ist die Beratung von Eltern und Schülern über schulische Perspektiven ein wichtiger Beitrag zur Stabilisierung.

Eine Beschulung im Kleingruppenunterricht von durchschnittlich fünf - sechs Kindern und Jugendlichen ermöglicht eine gezielte Beobachtung und Diagnose der individuellen Fähigkeiten und Fertigkeiten, um intensiv die individuellen Kompetenzen zu stärken und zu erweitern. Neben den fachlichen Kompetenzen bilden die Entwicklung und Stärkung der sozialen Fähigkeiten einen gleichwertigen Schwerpunkt unserer pädagogischen Arbeit. Zu den sozialen Fähigkeiten zählen vor allem der Aufbau und die Stärkung des Selbstvertrauens, das Zutrauen in die eigene Leistungsfähigkeit, die Erarbeitung alternativer Handlungsstrategien in Problemsituationen  und die Persönlichkeitsbildung. Ferner wird eine Steigerung der Lernbereitschaft und Leistungsfähigkeit sowie eine Verminderung oder Vorbeugung von Verhaltensauffälligkeiten angestrebt. Kindern, die bereits negative Schulerfahrungen gemacht haben, soll die Freude am Lernen und am schulischen Miteinander zurückgegeben werden.